Souvenirs aus der Provence

 

Landschaftsmaler bei Les Baux de Provence

M9 mit 50mm Summilux Asph. bei f/1.4  1/4000sec  ISO 160

Dienstag, 07. August 2012

Ja, man ahnt es schon: Urlaub in der Provence, knapp drei Wochen Sonne pur, kein Tropfen Regen, Temperatur 30 - 36° C (gut aushaltbar bei Wind und trockener Luft).

Wir waren Campen (mal wieder seit Jahren, auf besonderen Wunsch der Kinder) und es machte mir Freude, alle wichtigen Ziele dort wieder zu besuchen, die ich seit vielen Jahren nicht gesehen hatte, aber auch Neues zu finden.

Klar, dass ich meine M9 immer griffbereit hatte, Motive gab es en masse: Landschaft, Städte, mittelalterliche und römische Ruinen, Märkte und natürlich die Menschen, Einheimische wie Touristen (von meiner Familie ganz abgesehen).

Da ich mein Rennrad mithatte, bin ich sehr viel über die Dörfer gefahren und habe auch abseits der Touristenströme die „alltägliche“ Provence gesehen und fotografiert.

Aber dies soll keine Reiseführer werden, ich will hier nur ein paar Eindrücke wiedergeben.

Das ist absolut noch so, wie man es sich vorstellt. Egal, durch welches Dorf man auch immer fährt des Nachmittags, immer unvermeidlich: Die Herren gesetzteren Alters beim Pétanque-Spiel

M9 mit 50mm Summilux Asph. bei f/1.4  1/1500sec  ISO 160

Aber die „grossen Ziele“ haben wir natürlich angesteuert und ich hatte den Ehrgeiz, auch millionenfach Abgelichtetes so zu fotografieren, dass man meinen Stil erkennt.

Die M9 hat auch bei grosser Hitze tadellos funktioniert (einmal ist sie mir in der Hand in der Sonne so heiss geworden, dass die Farbe der Buchstaben für die Bedienknöpfe auf der Rückseite zu schmelzen begann...).

Drei Objektive waren meine ständigen Begleiter (und wer die Grössenverhältnisse des M-Systems kennt, weiß damit, dass ich äusserst leicht unterwegs war):

Allen voran das 28mm Summicron, mit dem ich die meisten Bilder machte. Gelegentlich tauschte ich es gegen das 35mm Summilux aus, vor allem, wenn es Abend wurde und ich den Vorteil der zusätzlichen Öffnung um eine Blendenstufe haben wollte. Beide Objektive sind eindeutig meine „Arbeitspferde“.

Dann das 50mm Summilux, das ich fast nur mit ND-Filter benutzte (z.B. bei beiden Fotos oben), um seine Zeichnung bei voller Blendenöffnung als Stilmittel zu nutzen. Ohne Filter müsste man eine Belichtungszeit von 1/16000 sec haben, bei einem normalen Verschluss technisch unmöglich.

Als drittes Objektiv hatte ich das 21mm Super-Elmar dabei, ich bin immer wieder begeistert über dessen Abbildungseigenschaften, Kontrast und Auflösung.

75 und 90mm habe ich kaum gebraucht, das heisst aber nicht, dass ich diesen Brennweiten abschwöre, nur für die Erfordernisse dort war ich mit den kurzen Brennweiten besser bedient.

Die Altstadt von Vaison la Romaine

M9 mit 50mm Summilux bei f/4.0  1/180sec  ISO 160, ND-Filter (der Filter war für diese Aufnahme unerheblich, ich war nur zu faul, ihn abzuschrauben...)

Die römische Brücke von Vaison la Romaine

M9 mit 50mm Summilux bei f/4.8  1/500sec  ISO 160

Dekorative Säulenreste in Vaison la Romaine

M9 mit 50mm Summilux bei f/4.0  1/750sec  ISO 160

Die ersten paar Tage waren wir nahe bei Vaison, von dort habe ich viele Touren in die Umgegend unternommen, die Dörfer dort sind alle sehr schmuck.

Von den statischen Szenen oben sollte man sich nicht täuschen lassen, Vaison selbst ist geschäftig wie ein Bienenschwarm. Ich werde sowieso ein Album einrichten, darin wird man noch einige Facetten dieser schönen Stadt sehen.

Vor der Reise hatte ich die Qual der Wahl, ob ich Rennrad oder Mountainbike mitnehme. Ich bin froh, dass ich mich für‘s Rennrad entschieden habe, denn das ist eine Rennradgegend. Viele kleine, aber gute Landstrassen und Mittelgebirge. Und dann ist da natürlich der Mont Ventoux...das ist kein Mittelgebirge!

Ehrensache, diesen Gipfel einmal mit dem Rennrad zu überqueren. Ich fahre immer (also auch zuhause) mehrmals in der Woche meine Trainingsrunden mit Rennrad oder Mountainbike, bin also gut im Training. Und das muss man auch sein, denn sonst hat man keine Chance, oben radelnd anzukommen. 21km Strecke bei 6 - 12% Steigung bis zum Gipfel sind ein gnadenloser Richter über den Trainingszustand. Als ich auf dem Campingplatz zurück war, hatte ich 82km Strecke und etwas über 2000 Höhenmeter auf dem Tacho. Aber es war ein echtes Erlebnis, diesen für den Radsport legendären Berg zu überqueren.

Auf dem Weg zum Gipfel

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/1000sec  ISO 160

Fast oben...selten, dass ich auch mal zu sehen bin, aber das Bild zeigt nicht nur mich, sonder auch, wie es dort aussieht, nämlich wie auf dem Mond...

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/1000sec  ISO 160

„Oben“ geht es übrigens zu wie auf dem Rummelplatz, einige Bilder im Album werden das noch illustrieren

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/1000sec  ISO 160

Dann wieder mit rasanter Fahrt ins Tal, einige riskieren hier eindeutig ihr Leben. Ich persönlich fahre die Berge lieber schnell rauf. Runter sind für mich 70 km/h das Limit. Natürlich lächerlich, wenn man bedenkt, dass die Profis Geschwindigkeiten von 90 -110 km/h erreichen. Aber ich bin zu alt für so etwas...

Das ist übrigens der Gedenkstein von Tom Simpson

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/2000sec  ISO 160

Auf meinen Radtoren war ich auch öfter früh unterwegs, wenn die Familie noch schlief, um das Morgenlicht zu nutzen, denn die Nachmittagssonnne in der Provence macht die Landschaft für die Fotografie zu konturlos (obwohl ich mir das nicht immer aussuchen konnte, z.B. hätte ich Les Baux gerne beim ersten Sonnenlicht fotografiert, aber ich war schliesslich mit Familie unterwegs, und die müssen auch schon so einiges tolerieren, also muss man Abstriche machen).

Landschaft im Morgenlicht bei Vaison la Romaine, Mont Ventoux

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/350sec  ISO 160

Aber das soll jetzt nicht den Eindruck erwecken, ich wäre dort nur Fahrrad gefahren, das habe ich eigentlich mehr nebenbei gemacht, denn jeden Tag hat die Familie etwas unternommen, also vor allem Städte oder Sehenswürdigkeiten besucht. Sogar wandern waren wir, bei den „Dentelles de Montmirail“. Später, weiter im Süden, war wandern unmöglich, weil das betreten der Wanderwege wegen der hohen Waldbrandgefahr verboten war...

Das Wandern bei den „Dentelles“ fühlte sich sehr hochalpin an, dabei sind die gar nicht so hoch. Zum Glück sind unsere Kinder schroffe Abgründe und steile Kletterpfade gewohnt, sonst würde ich das keinem empfehlen. Aber gerade das macht die Wanderung zu einem besonderen Erlebnis.

Wanderen bei den Dentelles de Montmirail

M9 mit 50mm Summilux bei f/1.4  1/350sec  ISO 160, ND-Filter

Blick vom Col du Cayron

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  1/3000sec  ISO 160

Bei den Dentelles

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  1/1500sec  ISO 160

Aber die Städte in der Provence zu besuchen, sind für den Fotografen die absoluten Highlights.

Vor allem die Menschen, Einheimische wie Touristen, machen diese Besuche interessant.

Aber mir fiel auch auf, wie einsam ich mit meiner Messsucherkamera bin: Fast hatte ich gehofft, mal jemand anderes mit einer Leica zu treffen, denn in Orange, Nimes, Avignon bin ich buchstäblich an Tausenden mit Kamera umgehängt vorbeigegangen, aber alle hatten nur diese Canon/Nikon DSlR‘s jeder Grösse, meist mit fetten Zoom-Objektiven und riesigen Gegenlichtblenden.

Da war ich wieder froh, nicht so ein Monstrum herumschleppen zu müssen. Nein, nicht falsch verstehen: Ich fühle mich nicht als was „Besseres“ oder meine, ich sei nun schlauer als alle anderen, die auch gut fotografieren. Mir wird dann nur einfach klar, dass meine Art zu fotografieren eben wirklich eine Nische ist. Man trifft nicht so ohne weiteres zufällig andere mit Messsucherkameras. Nicht mal einen mit einer Fuji X100 oder X-Pro1 habe ich gesehen.

Dass aber die Kamera nur ein Werkzeug ist, dass der Fotograf wählt, um seine Vorstellung zu verwirklichen, kommt in der Anekdote von Henri Cartier-Bresson, der Ikone der Strassenfotografie, besonders zum Ausdruck:

Die berühmte Schriftstellerin Gertrude Stein besuchte eine Ausstellung seiner Bilder, lobte sie sehr und fragte den Fotografen, mit was für einer Kamera er sie gemacht hätte.

Cartier-Bresson erwiderte darauf, auch ihr letztes Buch habe ihm sehr gefallen, mit was für einer Schreibmaschine sie es geschrieben hätte?

So geht es mir auch manchmal, aber ich muss zugeben, dass ich meine Vorstellungen von Bildkomposition am besten mit einer Kamera wie der M9 realisieren kann, die mich nicht durch tausend andere „Features“ und Untermenüs vom eigentlichen Vorgang der Bildgestaltung abhält. So ist sie also doch für mich das beste Werkzeug. Davon abgesehen bin ich nicht so vermessen, mich mit einem Künstler wie Cartier-Bresson auf eine Stufe zu stellen.

Gegensätze: Punks am Kinderkarussell in Avignon

M9 mit 28mm Summicron bei f/3.4  1/350sec  ISO 160

Gewimmel, die Plätze von Avignon

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/250sec  ISO 160

Place de l‘Horloge, Avignon

M9 mit 28mm Summicron bei f/3.4  1/750sec  ISO 160

Markt in Orange

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.8  1/2000sec  ISO 160

Markt in Orange

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/1500sec  ISO 160

Büchermarkt in Avignon

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  1/1000sec  ISO 160

Die vielen tausenden von anderen Touristen, die mit Kameras an mir vorüber kamen, liessen mich noch über etwas anderes nachdenken: Das Rattern der Verschlüsse um mich herum brachte mir zum Bewusstsein, meine Fotos mit bedacht zu machen. Sicher machte ich viele Fotos, wenn sich die Motive im rechten Licht darboten. Oft aber liess ich die Kamera auch wieder sinken, wenn ich dachte: Das wird so nichts, oder: Wer will sich das denn angucken?

Die digitale Fotografie verleitet dazu, unendlich viel Redundantes festzuhalten und das ist pure Verschwendung von Lebenszeit. Lieber vor dem Auslösen noch mal hinterfragen, ob das jetzt wirklich festgehalten werden muss.

Bei dem vielen sinnlosen Geknipse um mich herum war es fast schon wohltuend, mal jemand zu sehen, der sich Mühe gab, eine ausgefallene Perspektive zu finden, wie dieser junge Japaner am Pont du Gard:

Die rechte Perspektive

M9 mit 50mm Summilux bei f/1.4  1/1000sec  ISO 160, ND-Filter

In der Nähe des Pont du Gard haben wir einige Tage gewohnt. Es war aus vielen Gründen interessant, die Touristenströme zu beobachten. Das mit dem „herumgeknipse“ war mir aber stärker in den Städten wie Avignon aufgefallen.


Das Pont du Gard wird jeden Abend farbig angestrahlt. Dann versammeln sich viele Schaulustige, natürlich machen viele Fotos, und das ist ja auch verständlich und in Ordnung (so meinte ich das mit dem redundanten geknipse auch wieder nicht).

Das war natürlich auch für mich ein reizvolles Motiv. Ich klemmte mir nach Sonnenuntergang mein Stativ unter den Arm und ging los. Schon am Tage hatte ich mir den günstigsten Standpunkt ausgeguckt, ein Felsen am Fluss, der nicht ohne Kletterei zugänglich war. Da er der einzige Punkt war, von dem man auch eine Spiegelung der Brücke im Fluss sieht, erwartete ich ein gewisses Gedränge auf dem Felsen, denn ich war nicht der einzige, der mit Stativ unterwegs war.

Zu meiner Überraschung war niemand dort. Alle hatten sich irgendwo weitab vom Fluss aufgestellt und hatten also nur grauen Kies im Vordergrund. als ich diesen Umstand später meiner Frau erzählte, meinte sie aber (wohl teilweise berechtigt) ich solle nicht so überheblich sein, die anderen hätten eben andere Vorstellungen von Bildkomposition.

Pont du Gard

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.0  16sec  ISO 160

Dieses Bild habe ich ungefähr in allen Farben...trotzdem gefällt mir das „Postkartenbild“, das ich mal nachmittags machte, auch gut. Ich schrieb ja schon mal: Postkartenbilder müssen auch sein. Schön ist es natürlich, wenn man bekannte Motive mal neu ins Licht rücken kann, aber irgendwann sind eben alle Blickwinkel auch ausgeschöpft.

Pont du Gard

M9 mit 28mm Summicron bei f/4.8  1/500sec  ISO 160

Pont du Gard

Oben: M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  1/1500sec  ISO 160


Reshts: 28mm Summicron f/5.6  1/500sec


Unten: 50mm Summilux  f/4.0  1/8sec bei ISO 1250 (aus der Hand, mit Glück)

Übrigens, Available-Light Fotografie: Eines Abends waren wir zum Essen in Uzès. Danach schlenderten wir noch durch dieses kleine, schön restaurierte Städtchen, das bei den lauen Abenden noch voller Leben ist. Da hatte ich mich mal vergriffen: Da ich nicht damit gerechnet hatte, bei so wenig Licht noch zu fotografieren, hatte ich nur mein 28mm Summicron mit. Besser aber wäre das 35mm Summilux gewesen, den es hätte mir eine volle Blendenöffnung mehr Licht gebracht. Zur Erinnerung: Die Blendenskala ist logarithmisch, das bedeutet, jede volle Blendenstufe verdoppelt den Lichteinfall. Ich hätte also statt mit ISO 1250 mit der halben ISO-Zahl oder mit z.B. 1/60 statt 1/30sec fotografieren können.

Zum Glück ist auch Blende 2, die volle Öffnung der Summicrons, nicht gerade lichtschwach...

Nachtleben in Uzès

M9 mit 28mm Summicron bei f/2.0  1/45sec  ISO 1250

Café la nuit

M9 mit 28mm Summicron bei f/2.0  1/45sec  ISO 800

Nachtleben in Uzès

M9 mit 28mm Summicron bei f/2.0  1/45sec  ISO 1250

Wie ich schon erwähnte, als wir weiter im Süden (in Orgon) waren, konnten wir nicht in den Alpille wandern, weil die Waldbrandgefahr zu hoch war. An den Wanderparkplätzen standen Abgesandte der Feuerwehr und wiesen höflich und mit Bedauern darauf hin, dass das Betreten der Wälder verboten sei.

Oberhalb unseres Campingplatzes hatte es eine Woche vorher gebrannt. Am Abend unserer Ankunft machte ich mit meiner Frau noch einen Spaziergang zu einem Aussichtspunkt unweit des Campingplatzes. Als wir durch den teilweise verbrannten Wald gingen, sahen wir es an einer Stelle sogar noch schwelen. Als wir zurückkamen, brannte es dort! Nur ein einzelner Baumstumpf, aber es war Feuer!

Unsere Meldung an der Rezeption des Campingplatzes löste dann auch einen Einsatz der Feuerwehr aus. Als die kamen, waren sie zuerst skeptisch. Als ich aber einen der Feuerwehrleute mit zu einer Stelle am Campingplatz nahm, von wo aus man das Feuer sah, wurde er plötzlich sehr schnell...

Verbrannter Wald

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  1/125sec  ISO 160

Notre Dame de Beauregard und die Sicht auf‘s Luberon

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  0,7sec  ISO 160

Der Platz in Orgon ist ein Geheimtipp, er steht in keinem deutschen Campingführer. Wir fanden ihn, weil wir uns in Les Baux nach Plätzen in der Nähe erkundigt hatten. Er ist terrassenförmig angelegt in einem kleinen Seitental des Ortes Orgon, das den poetischen Namen „La Vallée Hereuse“ trägt.

Es gibt einen wunderbaren Badesee und einen platzeigenen Swimming-Pool, schattige Stellplätze, absolute Ruhe und - beim Campen sehr wichtig - sehr schöne Sanitäranlagen.

Wir sind von dort aus auch einen Tag ans Mittelmeer gefahren, die Autobahn geht praktisch an Orgon vorbei, in einer Stunde waren wir in Cassis, einem Ort, der durch seine malerische Steilküste bekannt ist.

Der Hafen von Cassis

M9 mit 35mm Summilux bei f/4.8  1/1500sec  ISO 160

Ausflug mit dem Boot in die „Calanques“, das sind Fjordartige Einschnitte der Steilküste

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  0,7sec  ISO 160

Am Strand von Cassis, klar, dass ein Bad im Mittelmeer nicht fehlen durfte

M9 mit 50mm Summilux bei f/2.0  1/2000sec  ISO 160, ND-Filter

Unser Urlaub ging zu Ende, viele Eindrücke habe ich mitgenommen. Wenn ich auch gesagt habe, man solle nicht so viel unnützes Zeug fotografieren, so muss ich doch zugeben, dass ich so viel abgelichtet habe, dass es mir auch Wert erschien, dass ich noch einiges Material zum sichten habe. Ich hatte auch die Fuji X-Pro1 mit, aber sie blieb „Backup“, ich stelle fest, dass ich die M9 im allgemeinen bevorzuge. Würde die M9 aber aus irgendeinem Grund ausfallen, dann wäre ich froh, mit der X-Pro1 eine Kamera zur Verfügung zu haben, die mir die gleichen klassischen Kontrollen und auch sehr hohe Bildqualität bietet.

Auch die Film-Leica, die klassische M3 hatte ich mit und vorsorglich einige Rollen Kodak-Ektar und Fuji Neopan eingesteckt, aber irgendwie fehlte mir die Ruhe für die Analog-Fotografie. Da findet sich schon mal wieder eine andere Gelegenheit.

Erst auf der Rückfahrt bei unserem Übernachtungsplatz erreichte uns der erste Regen seit drei Wochen in Form eines Gewitters, das ich im Abklingen noch fotografieren konnte. Dazu muss man sich einer bestimmten Technik bedienen, die ich vielleicht noch mal gesondert erkläre. Dies soll in diesem Beitrag das letzte Bild sein. Mal sehen, was jetzt zuhause fototechnisch so kommt...

Gewitter über Montigny le Roi

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  32sec  ISO 160, ND-Filter

Ein wenig wie eine Stadt der Elben in „Herr der Ringe“: La Vallée Hereuse im Mondlicht

M9 mit 21mm Super-Elmar bei f/3.4  24sec  ISO 160