Newsflash

 

Ich melde mich mal kurz zurück...

Sonntag, 7. April 2013

 

Im Skigebiet Obertauern (Vielleicht sollte ich doch Postkartenfotograf werden...)

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/8.0 bei  1/1250sec   ISO 200

 

Im Skigebiet Ischgl/Samnaun

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/5.6 bei  1/1900sec   ISO 200

Sonntag, 27. April 2014

Yep, es ist ‘ne Weile her, dass ich hier was zum Besten gab, dass lag, wie auf der Willkommen-Seite erklärt, an bestimmten, Zeit- und Kraft-raubenden Umständen.

Ausserdem gab‘s nicht viel Neues zu berichten aus der Kamera-Welt. Alles, was an neuen Modellen auf den Markt kam, ist mit einem Wort zu beschreiben: Booooring!

Sogar die Fuji XT-1 haut mich nicht vom Hocker, sicher die Beste von den neuen Kameras, aber eine Kamera dieser Grösse sollte auch einen optischen Sucher haben. Warum nicht eine X-Pro2?

Insgesamt ist man bei den Spiegellosen Kameras nach wie vor mit einer XE-1 oder XE-2 bestens bedient, sucht man eine Systemkamera. Ein Freund von mir lässt seine Canon 5D II regelmässig liegen und schnappt sich die XE-2. Und der hat hohe Ansprüche...

Ich bin, wie man im Beitrag sieht, immer noch von der X-100s begeistert, es gibt kaum was Besseres in dem Bereich (Fixbrennnweite). Die Ricoh GR? Vielleicht.

Sony A7r: Lahmes, lautes Teil mit wenig brauchbaren Objektiven, dazu noch total empfindlich gegen verwackeln...(Puuh, böse, was? Dabei ist die natürlich eigentlich gar nicht schlecht. Aber da ich die M habe, ist die A7 für mich völlig überflüssig)

Nikon Df: Zu dick. Spiegelreflex (gähn).


Aber jetzt: Die Leica T ....vorbei ist‘s mit der Langeweile! Dazu werde ich am Ende vom Blog noch ein paar Sätze schreiben.


Also: Skiurlaub! Okay, bisschen spät im Jahr war‘s ja, aber ganz entgegen (auch meiner) Erwartung noch Super-Schnee und Super-Wetter (trotz grottenschlechen Wetterberichts).

Vor etwas über einem Jahr hatte ich die X-100s neu bekommen. Da ging‘s auch gerade in den Skiurlaub, und mein Blog von damals war ein wenig wie ein Review.

Ohne allzu viel wiederholen zu wollen, will ich noch einmal darlegen, warum diese Kamera für mich so praktisch beim Skifahren ist:


  1. 1.Klein und- vergleichsweise - leicht. Ich trage sie einfach am Riemen quer über der Brust unterhalb meines rechten Arms. Dort liegt sie gut an und fliegt mir nicht um die Ohren, wenn ich schnell fahre oder springe. Brauche ich sie, schnell den Arm durchgezogen und - hey Presto! - alles bereit!

  2. 2.Schneller Autofokus, der mir ermöglicht, meine inzwischen wieselflinken Kinder in voller Fahrt zu erwischen...

  3. 3.Kann mit einer Hand bedient werden, wichtig, weil ich oft während der Fahrt Fotos mache, Stöcke in der anderen Hand.

  4. 4.Optischer Sucher, immer bei den gleissend hellen Lichtbedingungen im Gebirge jedem elektronischen Sucher/Display überlegen.

  5. 5.Ein praktisches kleines Feature: Die Darstellung der Autofokus-Entfernung. Es erscheint der grüne Leuchtrahmen als Fokusbestätigung nämlich zwischen zwei anderen Rahmen, die jeweils für ganz nah und unendlich stehen. Je nachdem, auf welche Entfernung fokussiert wurde, ist der grüne Rahmen näher an dem einen oder anderen (Nah/Fern-Rahmen). Das ist eine blitzschnelle zusätzliche Kontrolle, ob mich der Autofokus hinter‘s Licht führen will, oder ob er wirklich auf das anvisierte Ziel fokussiert hat.

  6. 6.Bildqualität...

Am Greitspitz

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/5.6 bei  1/1700sec   ISO 200

Zu Erinnerung für Alle, die bei solchen Lichtbedingungen fotografieren: An die Belichtungskorrektur denken!

Der Klassiker im Schnee oder am hellen Sandstrand erfordert immer mindestens eine Blendenstufe nach oben! Der Belichtungsmesser interpretiert die Bedingungen sonst falsch, die Bilder sind dann unterbelichtet. Die nervigen Scene-Modes in Consumer-Kameras haben schon ihren Sinn (Schnee/Strand/Nacht/etc.). Genau so was wird dann nämlich verstellt.

Ich hatte die Kamera bei allen Fotos im Skigebiet auf +1EV Belichtungskorrektur stehen, und das würde ich bei jeder anderen Kamera auch so machen.

Während der Fahrt

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/5.6 bei  1/2000sec   ISO 200

Uuups! Bisher nur Schwarzweissbilder, fällt mir gerade auf...


Das liegt daran, dass die Dateien der X100 sich total gut in Silver Efex konvertieren lassen, dabei gerade bei den Morgenfotos bei tief stehender Sonne die S/W-Bilder wesentlich plastischer wirken als die Farbigen.

Aber Farbe kommt trotzdem gut:

Testosteronvergiftung an der Idalp...

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/4.5 bei  1/2000sec   ISO 200

Funpark

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/4.0 bei  1/2000sec   ISO 200

Der Wegweiser am Pardatschgrat (auch in S/W zu empfehlen!)

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/4.0 bei  1/2000sec   ISO 200

Die Fuji X100s

Leica M9 mit 75mm Summicron bei f/16   16sec    ISO 160


Meine eigene X100s mit Filtervorsatzring von JJC und B+W UV-Filter 49mm-Gewinde. Die eigentliche Gegenlichtblende, die mit Bajonett angebracht wird, kann man weglassen, da Filter + Ring zusammen bereits ausreichend Schutz gegen Streulicht bieten. Ausserdem ist so die Linse auch gegen mechanische Einflüsse abgesichert.

Noch etwas, was ich selten nutze, habe ich dort gebrauchen können: Die Serien-Bild-Funktion.

Normalerweise bin ich ja immer für den „Instant decisif“, aber beim Sport ist das ablichten von Bewegungsabläufen durchaus attraktiv.

Im täglichen Leben sollte man sich damit zurückhalten, dass ist nämlich das, was man abfällig als „spray and pray“ bezeichnet...

Serienbilder: Mädchen im Tiefflug, mitgezogen

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/5.6 bei  1/2400sec   ISO 200

Die Skiläuferin im oberen Bild hatte übrigens ca. 50- 60 km/h drauf, was man nicht unbedingt sieht, weil es bei der kurzen Belichtungszeit natürlich „eingefroren“ ist.

Vielleicht wäre es effektvoller gewesen, den eingebauten ND-Filter der Kamera zuzuschalten und eine sehr kleine Blende zu wählen, um mit der Belichtungszeit unter 1/100sec zu kommen, dann hätte man bei dem mitgezogenen Foto sicher einen schönen Geschwindigkeits-Unschärfe-Effekt gehabt.

Aber als ich dort war, hatte das Fotografieren keine Priorität! Ich wollte Skilaufen und mir möglichst wenig Gedanken um die Technik machen. Das war auch einer der Gründe, warum die X100s eine so gute Wahl für den Zweck war.

Apres Ski in der Trofana-Alm

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/2.0 bei  1/55sec   ISO 6400

Mjah, so‘n bisschen Apres-Ski kann ja nicht schaden...und sei es nur aus didaktischen Gründen...meine Älteste konnt‘s nicht fassen, was hier nach dem Skifahren abging, obwohl Ischgl nach Ostern vergleichsweise leergefegt war. Alle Altersklassen vertreten (ab 15), meine Tochter (typisch Teenie!) fand allerdings die „Performance“ einiger älterer Jahrgänge etwas „gruselig“...

Memo: Unbedingt die Lyrics von Helene Fischer vorher beherrschen, sonst fühlt man sich in dem Schuppen ausgegrenzt...

Ach so, ja: Die X100s natürlich in ihrem Element, Weissabgleich bei dem Licht genial, Jpg‘s aus der Kamera bei ISO 6400 ohne weitere Bearbeitung mehr als brauchbar.


Fazit: Alle Urlaubsbilder nur mit X100s, reichte voll aus.

Aber würde ich deswegen auf meine M verzichten? Natürlich nicht, denn unter normalen Bedingungen ist die M der Fuji in allen Disziplinen überlegen, nur eben kein Autofokus...und zwei Hände zum Bedienen nötig!

Sie weinte sich aber nicht im Tal das Objektiv aus der Fassung...einmal führte ich sie aus, um ein paar Nachtfotos zu machen (nein, nicht „Nacktfotos“!)

Ich hatte „nur“ das 28er Elmarit davor, das nicht mal so Lichtstark ist, aber es genügte völlig.

Ischgl, nicht mehr viel los nach Ostern...

Leica M mit 28mm Elmarit bei f/2.8   1/30sec    ISO 1250

Und jetzt...die Leica T !


Das erste, was ich dachte, als ich Bilder von der Kamera sah, war: Wow, wenn Steve Jobs eine Kamera gewollt hätte, wäre das dabei herausgekommen.

Ich war dann auch wenig überrascht, dass sich alle Reviewer auf diese Apple-Analogie beziehen.


Genauso sagten die meisten, dass sie ja eigentlich (wie ich) analoge Kontrollen bevorzugen, aber die Bedienung der Kamera mit dem Touchscreen so leicht und intuitiv ist, dass es eine Freude ist, damit zu arbeiten.

Als jahrelanger Apple-Fan trifft die Kamera natürlich auch bei mir ins Schwarze. Das ist Industrie-Design vom feinsten.

Alle Reviewer finden es nötig, zu erwähnen, wie gut sich die Kamera anfühlt. Ich finde das interessant, zeigt es doch, wie die Haptik gefühlsmässig beeinflussen kann. Man „will“ die Kamera benutzen, eine Verbindung auf emotionaler Ebene wird hergestellt. Das kann sogar die Kreativität erhöhen. Jeder, der schon mal eine der Leica M - oder X - Modelle in der Hand gehabt hat, versteht, was ich meine.

Die Leica-Gegner (ich will sie mal nicht „Hasser“ nennen) können Gift verspritzen wie sie wollen, aber wo bleiben jetzt die Argumente, das Leica nur Kameras für „Ewig Gestrige“ baut?

Leica zieht mit der innovativsten Kamera des Jahres links an der Industrie vorbei...

Dabei testen alle Reviews die Kamera noch mit Pre-Production Firmware, trotzdem sind sich alle einig, dass bereits unglaublich viel richtig gut läuft. Die Fuji X100 (vor der X100s) ist ebenso enthusiastisch begrüsst worden, nur hatte die am Anfang noch mehr Bugs als ein Puertoricanischer Strassenköter.


Die Fernöstlichen (Huhu, Sony...) dürften sich  in den Allerwertesten beissen, dass sie nicht selber auf die Idee gekommen sind, stattdessen beglücken sie die Welt mit einer Retro-Look Kamera nach der anderen, mit Millionen von Menü-Optionen, die kein Mensch braucht.

Aber ehrlich: Die würden das minimalistische an dem Design (damit meine ich auch die Menüstruktur) eh nicht hinkriegen, weil sie immer alles Mögliche implementieren wollen und schwupps! Schon wieder total überladen, unüberschaubare Features, Tschüss Purismus...


Klar, bei dem Preisgefüge ist das natürlich keine Kamera für den Massenmarkt. Die Zielgruppe sind auch nicht Fotografen, sondern die, die sonst mit einem Smartphone glücklich sind, aber eben noch ein bisschen mehr wollen. Die fühlen sich sofort zuhause.

Aber auch ich könnte mir vorstellen, dieses Schmuckstück zu benutzen. Beim Skifahren hätte ich sie genau wie die X100s einsetzen können.

Aber jetzt kommt wieder die hässliche Vernunft ins Spiel: Da ich die M und die Fuji X100s habe, brauche ich sie natürlich nicht wirklich. Aber wer „braucht“ schon überhaupt Kameras? Ich wohl nicht, für mich ist es ja nur ein Hobby. Es ist wohl mehr eine Frage von Begehrlichkeiten („GAS“), so lege ich mich vorsichtshalber nicht fest, ob ich sie nicht gegen die X100s tausche.

Zusätzlicher Anreiz ist natürlich, dass ich meine M-Objektive an ihr benutzen kann, also wäre die Kamera auch „Backup“. Hmmm....

Von einem wirtschaftlichen Standpunkt aus betrachtet, ist der Kauf einer T nicht sehr sinnvoll, selbst wenn man nur Body + 1Objektiv erwirbt (ohne Sucher und M-Adapter) ist man schon knapp 3000 Euro los. Dafür kann man sich eine Sony A7 oder eine Fuji XT-1 mit allem Zipp und Zapp kaufen.

Allerdings könnte man dasselbe für meine M-Ausrüstung sagen. Für den Gegenwert könnte man sich einen ganzen Schrank voller Nikons und Objektive anschaffen, egal, ob man sie nur als Briefbeschwerer benutzen will...im Fall der M kann man allerdings dagegen halten, dass es kein anderes fotografisches Werkzeug genau dieser Art gibt. Das kann man von der T nur eingeschränkt behaupten.

Die Kaufentscheidung für eine T ist eine reine Gefühlssache.


Als ich gestern ein wenig durchs Netzt stöberte, fand ich, dass viele das Konzept der Kamera anerkennenswert finden, selbst wenn sie sagen, dass das nichts für sie ist.

Am meisten amüsierte mich, dass die Leica - Gegner jetzt auf einmal bemängeln, dass Leica keine traditionelle Kamera gebaut hat: „Leica has lost it‘s way...“

Again ? Das letzte mal war es, weil sie die X-Vario gebaut hatten, die absolut analoge Kontrollen hat. Aber so ist das mit Religionen (sagen wir eher: Sekten): Das Dogma herrscht...


So falsch kann es wohl für Leica nicht laufen, wenn man sieht, das sie und PhaseOne die einzigen Kamerahersteller sind, die im letzten Jahr Wachstum verbuchen konnten.


Die Menschheit insgesamt leidet darunter, dass der Einfluss des Riechhirns (stammesgeschichtlich ältester Teil des Hirns, dort entstehen die Triebe...) grösser ist als der der Großhirnrinde...Kameraenthusiasten bilden keine Ausnahme. Wenigstens werden Kämpfe nur verbal ausgetragen...meines Wissens.



Ich kann nach wie vor nicht das Tempo für neue Blogs wie letztes Jahr aufnehmen, also bitte ich um Nachsicht, wenn es wieder etwas dauert bis zum nächsten. Bis dann!

Ischgl

Leica M mit 35mm Summilux FLE bei f/4.0   16sec    ISO 200      Kein HDR


Erst hatte ich dieses Motiv als HDR aus einer Belichtungsreihe erstellt, bis ich merkte, dass ich aus dem mittleren Bild der Reihe ein besseres Ergebnis erzielen konnte. Einfach die Spitzenlichter in LR zurück, die Tiefen angehoben und Voila! HDR überflüssig...

Just for the Record...

100% Ausschnitt aus dem Bild

Blue Mountains

Fuji X100s mit 23mm Fujinon-Objektiv (35mm Kleinbild-Äquivalent)  f/5.6 bei  1/300sec   ISO 200