Berlin auf jede Weise

 

Von Allem Etwas

Letztes Wochenende war ich mit der Familie in Berlin. Das ist ein Eldorado für Fotografen...obwohl das Wetter ziemlich schlecht war, gab es Motive ohne Ende. Denn gerade bei regennassen Strassen und bewölktem Himmel ergeben sich wieder interessante Belichtungssituationen.


Es ist eine Tatsache, dass einem das fotografieren mit einer Messsucherkamera wie der M9 Einschränkungen auferlegt. Keine Zoom-Objektive, keine langen Brennweiten („Tele“), kein echter Makro-Bereich (mit dem 75mm kann man Motive in der Grösse von Blumen schon bildfüllend ablichten).

Aber das, was in den Grenzen der M9 möglich ist, toppt alles, was ich bisher mit anderen Kameras vermochte. Und das macht für mich das, was ich vielleicht verpasse, völlig unwichtig.


Bevor ich die Reise antrat, schränkte ich mich sogar freiwillig noch mehr ein, denn ich wollte nur „leicht“ ausgerüstet in Berlin unterwegs sein. Von meinen 7 Objektiven nahm ich nur drei mit.

In Anbetracht der  Jahreszeit (Dunkelheit) fiel meine Wahl zunächst auf meine beiden lichtstärksten Objektive, das 50er und 35er Summilux. Auf eine längere Brennweite verzichtete ich ganz, dafür kam das 21mm Elmarit mit. Ein wenig blutete mir das Herz, dass ich das 28mm Summicron zuhause liess, das mir beim letzten Berlin-Besuch so gute Dienste geleistet hatte, aber das ist schliesslich der Sinn bei Beschränkung.

Diese drei Objektive hatte ich also dabei und rückblickend muss ich sagen, die Auswahl war genau richtig. Alles passte in eine recht kleine (regendichte) Tasche und ich war für alles gerüstet.

Abends, Sony Center, Potsdamer Platz

Leica M9 mit 21mm Elmarit bei f/2.8  1/25sec, ISO 1250

Tja, soviel zu den Einschränkungen der Messsucherfotografie...


Diese und einige andere Bilder habe ich auch in einem Album zusammengestellt, es findet sich hier.

Später Nachmittag am Brandenburger Tor

Leica M9 mit 35mm Summilux bei f/1.4  1/45sec, ISO 160

Ich hatte mit vorgenommen, verschiedene „Disziplinen“ der Fotografie abzudecken:


  1. 1.Die Stadt (Kategorie Architektur, aber auch ein wenig wie Landschaftsfotografie)

  2. 2.Low-Light Fotografie (in Erwartung winterlicher Lichtverhältnisse)

  3. 3.HDR (als Teilgebiet der Low-Light Fotografie)

  4. 4.Available Light (in Gebäuden, Museen, U-Bahn ohne Blitz das vorhandene Licht benutzen)

  5. 5.Street (Menschen in der Stadt)

  6. 6.Familie (zeig ich nicht...)



Von Allem jetzt ein paar Beispiele:

„Architektur“ Im Kaufhaus Lafayette

Leica M9 mit 21mm Elmarit bei f/2.8  1/25sec, ISO 160

„Architektur und Low-Light“: Das Bundeskanzleramt

Leica M9 mit 35mm Summilux bei f/1.4  1/45sec, ISO 1250

„Architektur und Low-Light“: Das Sony-Center am Potsdamer Platz

Leica M9 mit 21mm Elmarit  bei f/12.8  1/25sec, ISO 1250 „aus der Hand“

„Architektur und HDR“: Am Gendarmenmarkt

Leica M9 mit 50mm Summilux bei f/2.0  HDR aus drei Belichtungen, ISO 160

Ich hatte ein Mini-Stativ dabei, das ich auf einem Beton-Pfeiler platzierte.

„Architektur und HDR“: Der Hauptbahnhof

Leica M9 mit 50mm Summilux bei f/2.4  HDR aus sieben Belichtungen, ISO 160

(Kamera auf dem Geländer einer Spree-Brücke)

„Available Light“: Im Lindenbräu

Leica M9 mit 35mm Summilux bei f/1.4  1/30sec, ISO 640

„Available Light“: Im Neuen Museum

Leica M9 mit 50mm Summilux bei f/1.4  1/60sec, ISO 400

„Street“: Am Brandenburger Tor

Leica M9 mit 50mm Summilux bei f/1.4  1/125sec, ISO 160

„Street“: Am Brandenburger Tor

Leica M9 mit 50mm Summilux bei f/2.4  1/125sec, ISO 160

„Street“: Billy Wilder‘s

Leica M9 mit 35mm Summilux bei f/1.4  1/45sec, ISO 400

„Street“: Stassenmusikant

Leica M9 mit 35mm Summilux bei f/1.4  1/750sec, ISO 160

Kultur gab es auch...hier die Schlussszene aus der „Zauberflöte“ in der Staatsoper

Leica M9 mit 50mm Summilux bei f/1.4  1/90sec, ISO 160

Donnerstag, 12. Januar 2012