C‘est un Leica!

 

Zurück von der Ardèche,

mit einem Haufen schöner Bilder im Gepäck.

Es war mal wieder die alljährliche Fahrt der Kanu-Ag, die ich immer begleite (seit fast 20 Jahren).

Schon zum zweiten Mal hatte ich die M9 dabei (letztes Jahr war ich mit der Ausbeute auch sehr zufrieden), das allein heisst schon was, denn bisher hatte ich jedes Jahr eine andere Kamera mit, der „digital rot“ trieb mich dazu, ständig den Modellwechsel mitzumachen. Ich hatte ja die Fuji X-Pro1 auch dabei, aber tatsächlich blieb sie „Backup“, ich bevorzugte bei weitem die Direktheit meiner M9.

Wie es zu so einer Fahrt kommt und wie es so abläuft, habe ich vor einem Jahr hier berichtet. Wie letztes Jahr habe ich versucht, von allem etwas mitzunehmen, von Landschaft und Lokalkolorit, Land und Leuten, von den Teilnehmern der Kanu-Ag und den sportlichen Aktivitäten derselben...


Wie gesagt, mein Hauptwerkzeug war die M9, sie musste sogar auf den Fluss folgen, im Bootssack überstand sie auch eine Kenterung (ich wusste, dass der Bootssack dicht war). Sie wird ja von einigen Kritikern als zu empfindlich eingestuft, nun, wenn sie das wäre, hätte sie bei mir wohl schon lange den Geist aufgegeben, bei aller Liebe zum Gerät muss sie doch manche Härte bei mir überstehen...

Die M3 hatte ich auch dabei, auf dem Wochenmarkt von Vallon habe ich eine Rolle Kodak Ektar verschossen, diese Negative muss ich noch einscannen, aber sie sind auch sehr schön geworden und erzählen, wie es auf einem provencalischen Markt so zugeht.


Die Fuji habe ich selbst gar nicht benutzt, aber weil es mir fast schon ungerecht vorkam, sie einfach „links liegen zu lassen“, drückte ich sie Miriam in die Hand, die damit unglaublich kreative Fotos machte und selbst von der Kamera begeistert war, da ihr bisher wohl nicht so eindeutig klar war, wie nützlich für einen kreativen Prozess direkte Kontrollen sind.


Auf meinen Radtouren besuchte ich umliegende Ortschaften und machte Landschaftsfotos, selbstverständlich dokumentierte ich das „Lagerleben“, auf dem Fluss holte ich die Kamera bei jedem Halt sofort hervor, an unserem „Hausschwall“ (mitten in der Schlucht) machte ich viele Fotos beim Üben im wilden Wasser.

Ich bin immer noch dabei, die Fotos zu sichten, denn als ich vor einer Woche zurückkam, war bei uns zu Hause erst mal Konfirmation angesagt, d.h., das Wochenende war klar belegt, die darauf folgende (letzte) Woche war zumindest für mich (ich hoffe nicht für die Patienten) ziemlich schrecklich, denn ich erstickte buchstäblich in Arbeit und hatte nach der Sprechstunde kaum noch Kraft, viel am Computer zu sitzen. Zeit eigentlich auch nicht, denn jeden Tag war irgendetwas anderes für die „Nacht der offenen Kirche“, jetzt Pfingsten, vorzubereiten.

Die Woche war ein echter Albtraum...


Aber alles wird gut, wie es ja heisst, und nun kann ich etwas durchatmen.


Ich freue mich jedenfalls über die Bilder, und wenn ich sie am Mac sortiere und hier und da Belichtung , Spitzenlichter und Schatten optimiere, bin ich noch einmal zurück in Frankreich.


Einige Bilder habe ich auch in Schwarzweiss konvertiert, oft wusste ich schon, als das Foto entstand , dass ich es so machen würde.

Ich werde in den nächsten Tagen sicher noch eine Galerie in „meine Alben“ einrichten.

Frithjof spielt im Schwall

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/4.8  1/1000sec ISO 160

Unter der Brücke von Salavas, Einsetzstelle

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/3.4  1/2000sec ISO 160

Zeltplatzromantik

Leica M9 mit Summilux 50mm bei f/2.8  1/3000sec ISO 160

Bettruhe

Leica M9 mit Summilux 35mm bei f/4.0   32sec ISO 160

Vorbereitung

Leica M9 mit Summilux 50mm bei f/1.4  1/2000sec ISO 160

Das 50mm Summilux habe ich im Sonnenschein oft mit Graufilter benutzt, um mir die Offenblende zu erhalten, die immer eine besondere Tiefe erzeugt.

Vor dem Abendessen

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/5.6  1/500sec ISO 160

Der Knaller: Handstand im Schwall!

Leica M9 mit Apo-Summicron 75mm bei f/5.6  1/350sec ISO 160

Auf dieses Foto bin ich besonders stolz, denn ich hatte nur Bruchteile von Sekunden Zeit, zu fokussieren und abzudrücken. Das 75mm hat nur ein sehr kleines Feld an Tiefenschärfe auf die Entfernung. Aber das Foto ist haargenau im Fokus! Der Autofokus z.B. der Fuji X-Pro1 wäre zu langsam für so etwas. Soviel zu der Auffassung, die M-Kameras seien nur etwas für statische Szenen...

Die Brücke von Salavas, Langzeitbelichtung

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/4.0  32sec ISO 160

Auf dem Sportplatz

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/2.0  1/180sec ISO 160

Gorges de l‘Ardèche

Leica M9 mit Elmarit 21mm bei f/4.0  1/750sec ISO 160

to be continued...

Poterie

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/4.8  1/750sec ISO 160

Morgens in Barjac

Leica M9 mit Summicron 28mm bei f/4.0  1/750sec ISO 160

Samstag, 26. Mai  2012